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By Sophie Loidolt

ISBN-10: 1402090498

ISBN-13: 9781402090493

Anspruch und Rechtfertigung entwickelt eine phänomenologische Theorie des ‘rechtlichen Denkens’. Dabei handelt es sich um eine erste systematische Untersuchung derjenigen Bewusstseinsstrukturen, die ein Begründen, Ausweisen und Rechtfertigen überhaupt erst ermöglichen.

Die grundlegende Frage ist, wie Rechtsansprüche, die sowohl erkenntnistheoretischen als auch ethischen Urteilen inhärent sind, als ein Grundmerkmal des Erfahrens verstanden werden können. Die vorliegende those gibt eine genetische Antwort auf diese Frage. Sie führt den Rechtscharakter im Denken auf einen ursprünglichen Anspruch zurück, dem Bewusstsein im Erfahren immer schon ausgesetzt ist. Rechtliche Strukturen müssen daher als eine prädikative Antwort auf ein vorprädikatives Angesprochen-Sein begriffen werden.

Das vorliegende Buch untersucht sowohl den ethischen als auch den erkenntnistheoretischen Bereich, wobei Husserls genetische Phänomenologie in Erfahrung und Urteil den methodischen Hintergrund bildet. Es bietet außerdem eine neue und umfassende Lektüre von Husserls Schriften zur Ethik, sowie einen kritischen conversation mit der Alteritätsethik von Levinas und der Diskursethik Apels.

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314 f. 22 Der in diesem Sinn verwendete Begriff des Rechtsakts ist deutlich zu unterscheiden vom juristisch verstandenen Rechtsakt, der eine durch Rechtssetzungsverfahren entstehende Rechtsquelle bezeichnet. “ (Schreier 1924, 12) Schreiers Rechtsakt hat nichts mit dem Akt der normativen Deutung zu tun, der die ,rechtliche Bedeutung’ verleiht, sondern richtet sich auf das Erfassen der Rechtsfolgestruktur, die als das Wesen des juristischen Rechts vorausgesetzt wird. “ (Schreier 1924, 70) Wir wissen damit nicht, wie der Akt aussieht, der etwas erst ,ins 32 kapitel ii wenn nicht ausdr¨ucklich anders angegeben – in dem hier entwickelten transzendentalph¨anomenologischen Zusammenhang zu verstehen.

Diese Konstitution der Verstandesgegenst¨andlichkeiten bindet Husserl entstehungsm¨aßig an die vorpr¨adikative Sph¨are zur¨uck, betont aber gleichzeitig deren Selbstst¨andigkeit, sobald sie einmal konstituiert sind. Der Aufbau einer Genealogie der Logik beginnt also bei den allgemeinen Strukturen der Rezeptivit¨at sowie bei der schlichten Erfassung und Explikation in der vorpr¨adikativen Sph¨are. Damit ist eine Grundlage f¨ur die Struktur der Pr¨adikation in ihren verschiedenen logischen Ausformungen aufgezeigt.

14 Damit gibt es ein u¨ bergreifendes Struktur- oder Prozesselement zwischen den verschiedenen Ebenen der Rechtfertigung (juristisch, politisch, moralisch), das ihren Zusammenhang deutlich macht. F¨ur den juristischen Rechtsbegriff ist die in ihm enthaltene Doppelgesichtigkeit (oder sein ,Doppelsinn’15 von einerseits heteronom gesetzter und 14 Habermas zeigt in Faktizit¨at und Geltung vor allem sehr deutlich, ,,daß prozeduralisiertes Recht und moralische Begr¨undung von Prinzipien aufeinander verweisen.

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